Vegan

Statt aus Fleisch oder Milchprodukten stammen bei der veganen Ernährung die Proteine aus pflanzlichen Produkten wie Tofu, Kichererbsen oder Linsen. Den Protein- und auch den Aminosäurenbedarf kann man so in der Regel abdecken, allerdings fehlen viele essentielle Nährstoffe wie z.B. Vitamin B12, da dieses nur in tierischen Produkten vorkommt.

Durch den hohen Ballaststoffanteil in den veganen Proteinträgern kommt es auch häufiger zu Blähungen und vermehrtem Kotabsatz. Wie gut Hunde pflanzliche Proteinträger verdauen können, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Aufgrund der größeren Menge pflanzlicher Bestandteile wird der Harn eher basisch, was die Entstehung von manchen Harnkristallen begünstigen kann.

Generell rate ich bei fleischloser Ernährung eher zu einer vegetarischen, statt einer veganen Ration. Sollten Sie sich dennoch für eine rein vegane Ernährung bei Ihrem Hund entschieden haben, helfe ich Ihnen gerne dabei, einen bedarfsdeckenden Futterplan zu erstellen. Ebenso überprüfe ich gerne die Eignung von veganen Fertigprodukten für Ihren Hund.

Bei Katzen ist von veganer Ernährung generell abzuraten, da ihr Organismus auf die Verwertung tierischer Produkte ausgerichtet ist.

Risiken Vegan

Für die Kalkulation der Rationen zum Selbstzubereiten werden durchschnittliche Analysewerte von Einzelfuttermitteln verwendet. Da es sich um Naturprodukte handelt, unterliegen diese natürlichen Schwankungen. Die tatsächlich gefütterten Nährstoffe entsprechen daher eventuell nicht vollständig den kalkulierten Nährstoffen. Durch Abwechslungsreiche Fütterung kann dieses Risiko minimiert werden. Des Weiteren liegen keine wissenschaftlich verifizierten Daten darüber vor, wie gut Hunde pflanzliche Proteine und andere Nährstoffe aus pflanzlichen Quellen verdauen können. Daraus folgt, dass ein Restrisiko besteht, dass die Ration rechnerisch zwar alle Nährstoffe enthält, diese jedoch nicht in ausreichendem Maße vom Hund verdaut werden können.

Durch die höhere Versorgung mit pflanzlichen Bestandteilen, besteht das Risiko einer Alkalisierung, d.h. eine Erhöhung des Harn pH-Werts. Dieses kann das Entstehen von Struvitkristallen im Harn begünstigen. Da Katzen strenge Carnivoren (Fleischfresser) sind, ist von einer veganen Ernährung bei ihnen abzuraten.