Schilddrüsenunter bzw. -überfunktion

Bei Hunden kommt in der Regel nur eine Schilddrüsenunterfunktion, bei der Katze nur eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund kann sich vielfach äußern, in Form von Lethargie, Gewichtszunahme, genauso wie in Form von Übererregbarkeit.

Dahingegen zeigt sich die Schilddrüsenüberfunktion der Katze vor allem darin, dass ältere Katzen plötzlich wieder übermäßig aktiv oder sogar aggressiv werden. Ein chronischer Gewichtsverlust bei hoher Futteraufnahme kann auch ein Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sein.

Als Prädisposition zeigt sich bisher die Fütterung mit Fertigfutter, v.a. Dosenfutter auf Fischbasis und das weibliche Geschlecht. Beide Erkrankungen lassen sich nicht durch die Ernährung beeinflussen, jedoch sollte auf eine bedarfsdeckende Versorgung mit Jod geachtet werden.

Sowohl Fertigfuttermittel als auch Rationen zum Selbstzubereiten (BARF, Rohfütterung, Kochen, Vegetarisch oder Vegan) eignen sich zur Fütterung eines Tieres mit Schilddrüsenüber- bzw. unterfunktion. Sie sollten aber auf ihren Jodgehalt kontrolliert werden, da eine adäquate Jodversorgung essentiell für die Funktionalität der Schilddrüse ist. Von der Fütterung von Schlund-, Kopf- und Halsfleisch sollte bei Tieren mit einer Schilddrüsenerkrankung abgesehen werden.