Glossar

 

A

Adipositas: Fettleibigkeit, krankhaftes Übergewicht mit einem BCS über 7

Akute Niereninsuffizienz: vorübergehendes Versagen der Nierenfunktion

All Meat Syndrom: reflektive Überfunktion der Nebenschilddrüse aufgrund von absolutem Calciummangel bei gleichzeitigem Phosphorüberschuss, tritt z.B. bei reiner Fleischfütterung auf

Alleinfuttermittel: Futtermittel, das ein Tier einer Tierart mit allen Nährstoffen mindestens ausreichend versorgt, unabhängig vom Leistungsstand des Tieres

Apfel: besonders reich an Pektin

Arachidonsäure: für Katzen essentielle Fettsäure

Ascorbinsäure: siehe Vitamin C

Aujeszky Virus: Herpesvirus des Schweins, verursacht bei Hund und Katze die stets tödlich verlaufende Pseudotollwut, wird durch Erhitzen abgetötet, Deutschland gilt bei Hausschweinen als Aujesky frei

Avidin: im Eiklar vorkommendes Enzym, das mit Biotin einen Komplex bildet und so die Verdauung dieses Vitamins unmöglich macht

Avocado: enthält Persin, kann den Herzmuskel schädigen

 

B

Banane: besonders reich an Kalium

Bauchspeicheldrüse: Anhangsdrüse der Verdauungsorgane, enthält einen Teil, der Hormone (Insulin) bildet und einen der Verdauungsenzyme bildet

Bauchspeicheldrüsenentzündung: Pankreatitis, Entzündung des exokrinen Teils der Bauchspeicheldrüse, Aktivierung der Verdauungsenzyme in der Bauchspeicheldrüse

Bauchspeicheldrüseninsuffizienz: Pankreasinsuffizienz, mangelhafte Bildung der Verdauungsenzyme

BARF: Bones and Raw Food, Biologisch artgerechtes rohes Futter; Zusammenstellung des Futters orientiert sich an Zusammensetzung von Beutetieren

Blättermagen: tierisches Nebenerzeugnis, dritter Magen des Wiederkäuers

Bierhefe: Nebenerzeugnis der Bierherstellung, enthält alle B-Vitamine außer Vitamin B12, dient auch als natürlicher Geschmacksverstärker in der Katzenernährung, stark purinreich

Biotin: wasserlösliches Vitamin, Vitamin B7, Vitamin H, besonders wichtig für Haut und Fell

Body Condition Score (BCS): Hilfsmittel zur Beurteilung des Ernährungszustandes bei Hunden und Katzen, 4-5 gilt als Idealgewicht, über 7 ist fettleibig, unter 2 kachektisch

Brokkoli: Gemüse, reich an Sulphorafan

 

C

Calcium: Mineralstoff, Mengenelement, essentiell für gesunde Skelettentwicklung, Fleischfresser haben besonders hohen Calciumbedarf

Calciumoxalatkristalle/-steine: Harnkristalle, die chemisch gesehen aus Calcium und Oxalsäure bestehen, fallen in saurem Harn pH aus, schlecht löslich

Carotin: Provitamin A, kann von Katzen nicht in Vitamin A umgewandelt werden

Chronische Niereninsuffizienz: progressiv voranschreitende Erkrankung der Nieren, die mit zunehmendem Funktionsverlust der Niere einhergeht

Cobalamin: siehe Vitamin B12

Cystein: schwefelhaltige Aminosäure, kann aus Methionin gebildet werden, dient der Bildung von Taurin (beim Hund)

Cystinkristalle: Harnkristalle, die aus Cystein gebildet werden, Entstehen ist vorrangig genetisch bedingt

 

D

Darm: Abschnitt des Verdauungskanals, in dem Nährstoffe resorbiert werden, ein Teil des Immunsystems sitzt hier

Dünndarm: vorderer Darmabschnitt, hier findet die körpereigene (enzymatische) Verdauung statt

Dickdarm: hinterer Darmabschnitt, hier findet vorrangig die Rückresorption von Wasser statt

Diabetes Mellitus: Zuckerkrankheit, unzureichende oder fehlende Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse

Diabetes Insipidus (Wasserruhr): fehlende oder unzureichende Produktion vom Wasser rückresorbierenden Hormon ADH oder in der Niere gestörte Rückresorption von Wasser aufgrund Unfähigkeit ADH zu verwenden 

Dilatative Cardiomyopathie (DCM): krankhafte Erweiterung des Herzmuskels mit fehlender Fähigkeit das Blut adäquat im Körper zu verteilen, kann durch Taurinmangel erworben werden

Distelöl: besonders reich an der Omega-6 Fettsäure Linolsäure

Docosahexaensäure (DHA): besonders langkettige Omega-3 Fettsäure, kann von Hunden und Katzen nicht gebildet werden, besonders konzentriert in fettem Seefisch enthalten, z.B. Lachs

 

E

Eklampsie: Calciummangel der laktierenden Hündin, der mit Krämpfen einhergeht

Ei: hochverdauliches Eiweiß, reich an Methionin und Cystein, Eiweiß nur gekocht/gegart verfüttern wegen seines Gehalts an Avidin

Einzelfuttermittel: einzelnes Futtermittel, z.B. Fleisch, Gemüse, durch Zusammenstellung verschiedener Einzelfuttermittel kann eine bedarfsdeckende Ration erstellt werden

Eicosapentaensäure (EPA): besonders langkettige Omega-3 Fettsäure, die nicht von Hunden und Katzen gebildet werden kann, in fetten Seefisch enthalten

Ergänzungsfuttermittel: Futtermittel, das der Ergänzung einer Ration dient

Euter: schwerverdauliches Futtermittel, Calciumgehalt durch Milchreste ist vernachlässigbar gering

Exogene Hyperthyreose: Zufuhr von Schilddrüsengewebe über die Fütterung, enthaltene Schilddrüsenhormone wirken auch im Hund weiter

Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI): siehe Bauchspeicheldrüseninsuffizienz

 

F

Faserstoffe: Bestandteile von Pflanzenzellwänden, unverdauliche für Fleischfresser, dienen als Ballaststoffe

Fermentierbare Fasern: werden von Darmbakterien als Energiequelle für deren Stoffwechsel verwendet, dabei werden kurzkettige Fettsäuren gebildet; dienen auch der langsameren Magenentleerung

Fertigfutter: Futtermittel, das auf die Bedürfnisse von Hunden und Katzen zugeschnitten ist, unterschieden werden Einzel-, Ergänzungs- und Alleinfuttermittel

Futtermittel: Nahrungsmittel, die der Ernährung von Tieren dienen, sind nicht zum menschlichen Verzehr zugelassen

Futtermittelgesetz: rechtliche Grundlage zur Herstellung, Lagerung und Vertrieb von Futtermitteln

Fett: wasserunlösliche Substanz, die vornehmlich als Energiequelle dient

Fettlösliche Vitamine: Vitamine, die mit Hilfe von Fetten resorbiert werden können, werden im Körper gespeichert

Fettsäuren: Bausteine von Fetten, es werden kurzkettige, mittelkettige und langkettige, sowie gesättigte und ungesättigte und bei letzteren Omega-3, Omega-6 und Omega-9 Fettsäuren unterschieden

Folsäure: wasserlösliches Vitamin, Vitamin B9, wichtig für DNS Stoffwechsel, besonders hoher Bedarf in Trächtigkeit

Futtermittelallergie: Unverträglichkeit eines oder mehrerer Futtermittel, die mit einer Reaktion des Immunsystems einhergeht

Futtermittelunverträglichkeit: Unverträglichkeit eines oder mehrerer Futtermittel ohne Beteiligung der Immunsystems, z.B. Laktoseintoleranz

 

G

Gallenblase: Anhangsorgan der Leber, in der der Gallensaft gespeichert wird

Getreide: Einzelfuttermittel, das zubereitet als Kohlenhydratquelle ein Energielieferant für Hunde und Katzen ist, z.B. Reis, Weizen, Roggen

Gluten: Eiweißquelle von Pflanzen, auch bekannt als Klebereiweiß

Guar: fermentierbare Faser, gewonnen aus der Guarbohne

 

H

Harnkristalle/-steine: chemische Verbindungen, die unter bestimmten Bedingungen als Kristalle in der Harnblase ausfallen, die häufigsten sind Struvit und Calciumoxalat

Hepatolipidose: Leberverfettung der v.a. übergewichtigen Katze bei fehlender Futteraufnahme über wenige Tage

Herz (Futtermittel): hochverdauliches Muskelfleisch, reich an Taurin und Purinen

Hydrolysiertes Protein: stark zerkleinerte Proteine, die eine allergische Reaktion stark erschweren bzw. unmöglich machen

Hüttenkäse: reich an verzweigtkettigten Aminosäuren, reich an Phosphor, für Hunde und Katzen keine geeignete Calciumquelle

Hypertrophe Cardiomyopathie: starke Vergrößerung des Herzmuskels mit Lumeneinengung und damit einhergehender geringerem Auswurfvolumen des Herzens

Hyperthyreose: Überfunktion der Schilddrüse mit Überproduktion von Schilddrüsenhormonen, v.a. Bei der Katze, Sonderform: exogene Hyperthyreose

Hypoallergen: Futtermittel, das durch Aufbereitung ein niedrigeres allergenes Potential hat

Hypothyreose: Unterfunktion der Schilddrüse mit einer zu geringen Produktion an Schilddrüsenhormonen, Sonderform: reflektorische Hypothyreose

 

I

Inflammatory Bowel Disease: chronisch entzündliche Darmerkrankung 

Innereien: innere Organe, bei BARF Fütterung ein unerlässlicher Bestandteil der Ration für die Deckung des Nährstoffbedarfs

Inulin: Polysaccharid, dient als Ballaststoff, wird von Dickdarmbakterien fermentiert

 

J

Jod: Spurenelemnt, das notwendig ist, um die Schilddrüsenhormone zu bilden

Joghurt: reich an verzweigtkettigten Aminosäuren, reich an Phosphor, für Hunde und Katzen keine geeignete Calciumquelle

 

K

Kalium: Mengenelement, besonders wichtig für Herzfunktion

Karotte: besonders reich an Carotin und Pektin

Kartoffel: Gemüse, besonders reich an Kohlenhydraten und Kalium, nur weich gekocht verdaulich

Kategorien (tierische Nebenerzeugnisse): gesetzliche Einteilung von Schlachtnebenprodukten, verendeten und getöteten Tieren, sowie bei Lebensmittelproduktion anfallende Produkte, unterteilt in 3 Kategorien

Kategorie 1 (tierische Nebenerzeugnisse): TSE oder BSE verdächtiges Material, Heim-, Zoo- und Zirkustiere, Wildtiere, wenn Verdacht, dass sie mit einer auf Mensch oder Tier übertragbaren Krankheit infiziert sind, Nebenprodukte, die Rückstände verbotener Stoffe oder unerwünschte Stoffe, deren Grenzwert überschritten ist, enthalten, Küchen- und Speiseabfälle von international eingesetzten Verkehrsmitteln; Nebenerzeugnisse der Kategorie 1 müssen vernichtet werden

Kategorie 2 (tierische Nebenerzeugnisse): gefallene und verstorbene Tiere ohne seuchenverdächtige Krankheiten (z.B. überfahrene Wildtiere), Föten, Eizellen, Embryonen aus Zuchtzwecken, Erzeugnisse mit Fremdkörpern, Magen- und Darminhalt, Nebenerzeugnisse der Kategorie 2 dürfen als Dünger oder in Biogasanlagen verwendet werden

Kategorie 3 (tierische Nebenerzeugnisse): Schlachtkörperteile und Teile von genusstauglichen Tieren (für den menschlichen Verzehr zugelassen), Brüterei- und Einebenprodukte, getötete Eintagsküken, ehemalige tierische Lebensmittel, Küchen- und Speiseabfälle, Nebenerzeugnisse der Kategorie 3 dürfen für die Heimtierfutterproduktion verwendet werden

Kehlkopf (Futtermittel): tierisches Nebenerzeugnis, schwerverdaulich, möglicherweise haften hieran Schilddrüsenreste

Knoblauch: enthält Alizin, das bei Hunden und Katzen eine Heinzbody Anämie auslöst, sollte auch nicht in kleinen Mengen gefüttert werden, da ein kumulativer Effekt nicht sicher ausgeschlossen werden kann

Knochen (Futtermittel): Calcium- und Phosphorlieferant, gekochte Knochen neigen zum Splittern, generell Risiko von Zahnfrakturen, Fremdkörperbildung und Knochenkot, Risiko deutlich höher bei sehr harten Knochen (z.B. Beinknochen, Kniescheibe)

Knochen (Organ): wichtigster Calciumspeicher im Körper

Kohlenhydrate: Energielieferant, aufgeschlossene Kohlenhydrate können von Hunden und zu einem deutlich geringerem Grad auch von Katzen verdaut werden; sind notwendig zur Herstellung von Trockenfutter

Kokosöl: reich an mittelkettigen Triglyceriden, positive Wirkung gegen Würmer wissenschaftlich nicht nachgewiesen, einige Hunde reagieren mit chronisch latenter Gastritis auf Kokosöl

Kopffleisch: sehr fettreiches Fleisch, gelegentlich finden sich auch hierin Reste von Schilddrüsengewebe

Kupfer: Spurenelement, besonders wichtig für Haut- und Krallenqualität und Fellpigmentierung

 

L

Lachs: besonders reich an Vitamin D, EPA und DHA (langkettige Omega-3 Fettsäuren)

Lebensmittel: Nahrungsmittel, das für den menschlichen Verzehr zugelassen ist

Lebensmittelgesetz: Gesetz, das Herstellung, Lagerung und Vertrieb von Lebensmitteln regelt

Leber (Futtermittel): besonders reich an Vitamin A, genauer Gehalt abhängig von Fütterung des Nutztiers, relativ hohe Gehalte an Kupfer

Leber (Organ): Entgiftungsorgan, speichert Vitamin A und Kupfer, bildet Proteine, Glucose, Verdauungssäfte, wichtig für funktionierendes Immunsystem

Leberinsuffizienz: unzureichende Funktion der Leber

Lebershunt: angeborene oder erworbene fehlerhafte Verbindung zwischen dem Leberblutkreislauf und dem großen Blutkreislauf, potentielle Giftstoffe gelangen so in den großen Kreislauf und schädigen den Körper

Lebertran: Öl, das aus der Leber von Seefischen, v.a. Dorschen, gewonnen wird, sehr reich an Vitamin A und D

Leinöl: reich an der Omega-3 Fettsäure Linolensäure

Lunge (Futtermittel): tierisches Nebenerzeugnis, sehr bindegewebsreich, schwer verdaulich

 

M

Macadamianüsse: australische Nuss, giftig für Hunde

Magnesium: Mengenelement, besonders wichtig für Muskelfunktion

Mangan: Spurenelement, wichtig für Wachstum, bei Hunden und Katzen sind keine Mangelerscheinungen beschrieben, Keimlinge, Nüsse und Sämereien besonders reich an Mangan

Mengenelemente: Mineralstoffe, die in größeren Mengen benötigt werden, dazu zählen Calcium, Posphor, Natrium, Kalium, Chlorid und Magnesium

Milz (Futtermittel): tierisches Nebenerzeugnis, besonders reich an Natrium und Eisen

Milz (Organ): Friedhof der roten Blutkörperchen, wichtiges Organ für das Immunsystem

Mitralklappeninsuffizienz: unzureichender Klappenverschluss des Herzens zwischen linkem Vorhof und linker Hauptkammer

Monogastrier: Tiere mit einhöhligem Magen, z.B. Hunde und Katzen

Morbus Addison: Überfunktion der Nebenniere, diätetisch kaum beeinflussbar

Morbus Cushing: Unterfunktion der Nebenniere, diätetisch kaum beeinflussbar

Moro'sche Karottensuppe: Hausrezept gegen Durchfall

 

N

Natrium: Mengenelement, essentiell für die Regulierung des Wasserhaushalts, besonders konzentriert in Blut, Salz und Milz

NfE (Stickstofffreie (N-freie) Extraktstoffe): Zusammenfassung der nicht analytisch bestimmbaren Anteile von Futtermitteln, Hauptanteil hierin sind Kohlenhydrate

Niacin: wasserlösliches Vitamin, auch Vitamin B3, beteiligt an vielen Stoffwechselvorgängen, hitzeunempfindlich, bei Mangel v.a. Probleme mit Haut und Magen-Darm

Niere (Futtermittel): tierisches Nebenerzeugnis, relativ reich an Vitamin A, reich an B-Vitaminen

Niere (Organ): reguliert Wasserhaushalt, scheidet Giftstoffe aus, beteiligt an Blutbildung, wichtig für Knochenstoffwechsel

 

O

Omega-3 Fettsäuren: ungesättigte Fettsäuren, erste Doppelbindung an dritter Stelle (von Carboxyende aus gesehen)

Omega-6 Fettsäuren: ungesättigte Fettsäuren, erste Doppelbindung an sechster Stelle (von Carboxyende aus gesehen)

 

P

Pansen (Futtermittel): tierisches Nebenerzeugnis, erster Magen der Wiederkäuer, reich an B-Vitaminen

Pankreas: siehe Bauchspeicheldrüse

Pankreatitis: siehe Bauchspeicheldrüsenentzündung

Pankreasinsuffizienz: siehe Bauchspeicheldrüsenunterfunktion

Pektin: fermentierbare Faser, Geliermittel, sinnvoller Futterzusatzstoff bei Diabetes mellitus, vielen Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen und Lebererkrankungen

Phosphor: Mengenelement, wichtig für Knochenaufbau, essentiell für Energiestoffwechsel aller Zellen

Phytinsäure/Phytat: Speicherform des Phosphors in Pflanzen, nicht verfügbar für Hunde und Katzen, bindet insbesondere Calcium und Zink

Pyridoxin: siehe Vitamin B6

Pantothensäure: wasserlösliches Vitamin, Vitamin B5, an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, bei Mangel Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit

Polyphosphate: anorganische Phosphatverbindungen, z.B. Natriumpentaphosphat, Triphosphate, dienen dem Wasserentzug in Futter- und Lebensmitteln, stehen im starken Verdacht, das Entstehen von Niereninsuffizienzen zu begünstigen.

Purine: Bausteine der Nukleinsäuren (DNS), kommen in Zellkernen vor, Eier und Milchprodukte quasi Purinfrei

 

Q

Quark: hochverdaulich, reich an verzweigtkettigten Aminosäuren, reich an Phosphor, inverses Calcium- Phosphorverhältnis, gut geeignet bei Patienten mit Lebererkrankungen und für purinarme Diäten

 

R

Reflektorische Hypothyreose: Schilddrüsenunterfunktion, die entsteht, wenn über längere Zeit Schilddrüsengewebe, z.B. durch Schlundfütterung, gefüttert wurde, ist reversibel

Reis: Getreide, Kohlenhydratquelle, aufgeschlossen (sehr weich gekocht) hochverdauliche Energiequelle

Rohasche: Teil der Weender Analyse, alle Inhaltsstoffe, die bei Verbrennung bei 550°C erhalten bleiben, Mineralstoffe, Silikate, Erde

Rohfaser: Teil der Weender Analyse, alle Inhaltsstoffe, die in schwachen Säuren und Laugen unlöslich sind, Pflanzenfaserstoffe (Hemizellulose, Zellulose, Lignin)

Rohfett: Teil der Weender Analyse, alle Inhaltsstoffe, die in Pethrolether löslich sind, Fette, Seifen, Mineralöle

Rohprotein: Teil der Weender Analyse, alle Inhaltsstoffe, die über eine 3-wertige Stickstoffverbindung verfügen, Protein, Melamin, Harnstoff

Rosinen: für viele Hunde giftiges Futtermittel, verursacht akutes Nierenversagen

Riboflavin: siehe Vitamin B2

Rübenschnitzel: Reste aus der Zuckerherstellung, besonders reich an Pektin, dient als Ballaststoff in der Haustierernährung

 

S

Schilddrüse: hormonproduzierendes Organ, benötigt für Funktion Jod, beteiligt an sehr vielen Stoffwechselvorgängen im Körper

Selen: Spurenelement, wird benötigt für ein gesundes Wachstum, kann sehr leicht in den toxischen Bereich überdosiert werden

Seealgenmehl: Pulver, das aus Meeresalgen gewonnen wird, reich an Jod

Seelachs: sehr magerer Meeresfisch, reich an Jod

Sonnenblumenöl: Öl, reich an Omega-6 Fettsäuren, außerdem reich an Vitamin E

Sonnenblumenerkerne: reich an Mangan

Spirulina: Süßwasseralge, enthält kein Jod

Sprotten: besonders reich an Vitamin D

Spurenelemente: Mineralstoffe, die nur in geringen Mengen in einem Organismus vorkommen, dazu zählen Kupfer, Zink, Mangan, Eisen, Jod, Selen

Stichfleisch: tierisches Nebenerzeugnis, Fleisch um die Einstichstelle des Schlachtermessers, sehr stark durchblutet

Struvitkristalle/-steine: Harnkristalle, die chemisch gesehen aus Magnesium, Phosphor und Ammonium bestehen, löslich in saurem Urin, entstehen bei Hunden häufig in Folge einer Blasenentzündung

Sulforaphan: sekundärer Pflanzeninhaltsstoff, besonders konzentriert im Brokkoli, hat antioxidative und antikanzerogene Eigenschaften

 

T

Taurin: Aminosulfonsäure, essentieller Nährstoff für Katzen, Hunde können es aus Methionin und Cystein bilden, Verfügbarkeit sinkt durch Erhitzen deutlich

Thiamin: siehe Vitamin B1

Thiaminase: Enzym, das die Aktivität von Thiamin hemmt, in einigen Salzwasserfischen enthalten

Tierische Nebenerzeugnisse: Futtermittel tierischer Herkunft, die u.a. bei der Lebensmittelproduktion anfallen, werden in 3 Kategorien unterteilt, nur Kategorie 3 darf verfüttert werden

Tumor: unkontrollierte Zellwucherung, kann bösartig oder gutartig sein

 

U

Unfermentierbare Fasern: Pflanzenbestandteile, die sowohl unverdaulich sind, als auch von Darmbakterien nicht verwendet werden können, z.B. Zellulose

Urolith: siehe Harnkristalle

 

V

Vegan: Ernährungsart, bei der alle Nährstoffe ausschließlich von Pflanzen stammen, mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln bei Hunden möglich, bei Katzen strikt abzulehnen

Vegetarisch: Ernährungsart, bei der die Nährstoffe tierischer Herkunft ausschließlich von Milchprodukten und Eiern stammen, bei Hunden mögliche Ernährungsart, bei einigen Krankheiten sogar empfehlenswert, bei Katzen abzulehnen

Vitamine: essentielle Nährstoffe, die über die Nahrung zugeführt werden müssen, notwendig für verschiedene lebensnotwendige Stoffwechselprozesse

Vitamin A: fettlösliches Vitamin, notwendig für Knochenwachstum, Augen, kann bei Hunden auch aus Carotin gebildet werden, für Katzen essentiell

Vitamin D: fettlösliches Vitamin, wichtig für Knochenstoffwechsel, insbesondere für Calcium- und Phosphorstoffwechsel, wird bei Hunden und Katzen nicht in der Haut gebildet

Vitamin E: fettlösliches Vitamin, starke antioxidative Eigenschaften, kann quasi nicht überdosiert werden

Vitamin K: fettlösliches Vitamin, wichtig für die Blutgerinnung, wird in der Leber gebildet

Vitamin B1 (Thiamin): wasserlösliches Vitamin, wichtig für neurologische Funktionen, sehr hitzeempfindlich

Vitamin B2 (Riboflavin): wasserlösliches Vitamin, beteiligt an vielen verschiedenen Stoffwechselvorgängen, bei Mangel Wachstumsstörungen, Hautkrankheiten

Vitamin B6 (Pyridoxin): wasserlösliches Vitamin, beteiligt an vielen verschiedenen Stoffwechselvorgängen, v.a. Im Aminosäurenstoffwechsel, höherer Bedarf bei Tieren mit Calcium-Oxalat Kristallen

Vitamin B12 (Cobalamin): wasserlösliches Vitamin, kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor, wichtig in Aminosäurenstoffwechsel, bei Mangel Anämie

Vitamin B3: siehe Niacin

Vitamin B5: siehe Pantothensäure

Vitamin B9: siehe Folsäure

Vitamin B7 (Vitamin H): siehe Biotin

Vitamin C: wasserlösliches Vitamin, antioxidativ, Radikalfänger, wird bei Hunden und Katzen in der Leber gebildet, essentiell bei Meerschweinchen

 

W

Wachstum: erster bis (rasseabhängig) etwa 8.-16. Lebensmonat, sehr empfindliche Phase in Bezug auf gestörter Knochen- und Gelenkentwicklung

Wasser: essentieller Nährstoff, sollte stets zur freien Verfügung stehen

Weintrauben: für einige Hunde giftig, verursacht akutes Nierenversagen

Weizen: Getreide, aufgeschlossen für Hunde und Katzen gut verwertbar, Weizenkleber (Gluten) gut verdauliche Proteinquelle

Weizenkeimöl: Öl, reich an Omega-6 Fettsäuren, außerdem sehr reich an Vitamin E

Weizenkeime: reich an Vitamin E und Mangan

 

X

Xanthinkristalle/-steine: Harnkristalle, die bei Hunden, die mit Allopurinol (gegen Leishmaniose) behandelt werden, entstehen können

Xylithol: Birkenzucker, Zuckerersatzprodukt, hochtoxisch für Hunde, bereits in kleinen Mengen lebensbedrohliche Unterzuckerung möglich, in großen Mengen häufig zusätzlich Leberversagen, in zuckerfreien Lebensmitteln enthalten, häufig auch in Produkten für menschliche Diabetes mellitus Patienten

 

Y

 

Z

Zellulose: Bestandteil der Zellwände, für Hunde und Katzen unverdaulich

Zink: Spurenelement, Coenzym für über 500 Enzyme, besonders wichtig für Wachstum, Fortpflanzung, Immunsystem, Fell, Krallen und Haut

Zwerchfell (Futtermittel): tierisches Nebenerzeugnis, stark sehnig durchsetzt

Zwiebel: für Hunde und Katzen giftig, enthält Alizin, verursacht Heinzbody Anämie