Dilatative Kardiomyopathie (DCM)

Die DCM tritt v.a. bei Katzen ernährungsbedingt durch eine Fütterung von taurinfreien Rationen auf. Da Katzen selbst kein Taurin  bilden können, muss es über die Nahrung zugeführt werden. Durch Erhitzung sinkt die Taurinverfügbarkeit, weswegen Dosen- oder Trockenfutter, ebenso wie selbstgekochte Rationen immer um Taurin ergänzt werden müssen.

In jüngster Vergangenheit kann die ernährungsbedingte DCM auch bei Hunden beobachtet werden. Gelegentlich wird diese auch von Taurinmangel begleitet, obwohl bei Hunden Taurin kein essentieller Nährstoff ist. Die Pathophysiologie hinter diesem Auftreten der DCM beim Hund ist noch nicht geklärt, allerdings konnte ein gehäuftes Auftreten bei Hunden mancher Rassen beobachtet werden, die mit sogenannten „BEG diets“ (boutique companies, exotic ingredients, grain-free) gefüttert werden. Unter Boutique companies versteht man Hersteller, die damit werben besonders natürlich, in Lebensmittelqualität, zusatzstofffrei o.ä. zu produzieren. Bei den exotischen (exotic ingredients) und den getreidefreien (grain-free) Inhaltsstoffen sind v.a. Fertigfuttermittel aufgefallen, die Känguru, Ente, Büffel, Lachs, Bison, Wild, Linsen, Erbsen, Ackerbohne, Maniok, Gerste oder Kichererbsen als einer der Hauptinhaltsstoffe enthielten.

Ist ein Tier an einer ernährungsbedingten DCM erkrankt, ist ein Wechsel des Futters (bei Fertigfutter) bzw. eine Ergänzung bei Rationen zum Selbstzubereiten dringend anzuraten.